BIOCARE ist zertifiziertes Mitglied im Internationalen Verband der Hersteller biologischer Schutzmittel

FAQ – Häufige Fragen

Häufige Fragen zum biologischen Pflanzenschutz mit Trichogramma

Was ist Trichogramma?

Die nur etwa 0,3 bis 0,5 mm kleinen Trichogramma-Schlupfwespen sind natürliche Gegenspieler zahlreicher Schadschmetterlinge. Die winzigen Hautflügler parasitieren Schädlingseier. D.h. sie können sich nur vermehren, wen sie ihre Eier in das von Schmetterlingen legen. Dadurch wird der Schädling abgetötet. Nach etwa 10-12 Tagen schlüpft die neue Schlupfwespe aus dem Schädlingsei und sucht nach weiteren Eiern. Der Zyklus wiederholt sich, solange Schädlingseier im Feld vorhanden sind.

Im landwirtschaftlichen Bereich haben sich die Verpackungen Anhänger und Kugeln als optimale Ausbringungseinheiten bewährt. Die Verpackung schützt den lebenden Inhalt vor Eiräubern (Vögel, Florfliegen, Ameisen usw.) Regen oder Beregnung. Darin befinden sich Schlupfwespen in bis zu 7 verschiedenen Altersstufen. Aus der Verpackung schlüpfen die Trichos in Etappen über bis zu drei Wochen. Da die Eiablage des Maiszünzler auch über einen längeren Zeitraum stattfindet, haben die Trichogramma somit eine gute Wirkung bei der Bekämpfung des Maiszünzler.

BIOCARE verwendet den sehr robusten Stamm „Trichogramma brassicae“ zur Bekämpfung des Maiszünslers.

Was sind die Vorteile beim Einsatz vom TRICHOSAFE®?

TRICHOSAFE® ist ein 100%iges Naturprodukt und somit voll im Boden abbaubar. Es enthält keine Chemie oder umweltbelastende Stoffe. Es werden lediglich in Zellstoff verpackte Trichogramma in großer Zahl freigelassen. TRICHOSAFE® bietet daher eine sehr wirkungsvolle Alternative zur chemischen Bekämpfung.

Hier die Vorteile auf einen Blick:

  • 100% ökologisch und sehr umweltfreundlich
  • 100% im Boden abbaubar ohne Rückstände
  • 100% nachhaltig
  • Keine Probleme mit Resistenzen daher ohne Risiko langfristig sichere Wirkung
  • Wirksame Alternative zur chemischen Maiszünslerbekämpfung.
  • Gutes Marketing-Argument. (Besonders bei Maisnutzung für menschlichen Gebrauch.)
  • Mechanisch ausbringbar durch Stelzenschlepper oder Flugroboter.
  • Wirtschaftlich, da Produktpreis und Applikationskosten auf dem Niveau der chemischen Alternativen sind.

Was sind die Kriterien für eine erfolgreiche Trichogramma-Anwendung?

Der richtige Ausbringungstermin ist der wichtigste Faktor.

Hier gilt: Besser zu früh als zu spät.

Trichogramma bekämpfen den Maiszünsler, indem sie die Eier des Schädlings parasitieren. Daher haben folgende Faktoren besonderen Einfluß auf die Wirksamkeit:

  • Anzahl der freigesetzten Trichogramma pro ha (Dosierung); einmalige oder zweimalige Anwendung
  • gleichmäßige Verteilung pro ha
  • unkrautfreier Bestand garantiert beste Wirkung
  • Störeinflüsse vermeiden (Herbizid-, Insektizid-, Fungizid-Maßnahmen, etc.)

Woher weiß ich, wann der richtige Zeitpunkt für die Ausbringung von TRICHOSAFE® ist?

Der Beginn der Eiablage des Maiszünslers wird von der Wärmesumme seit Anfang des Jahres bestimmt und ist damit unabhängig vom Entwicklungsstadium der Maispflanze. Der Ausbringungszeitpunkt richtet sich ausschließlich nach dem Flug des Maiszünslers. Dieser wird durch Fänge in Lichtfallen bestimmt. Alle 3 Tage werden die Falterfänge ausgezählt. Steigen die Fangzahlen der Weibchen und die Eiablage beginnt, werden die Trichogramma ausgebracht.

Wir stehen in engem Kontakt zum Amtlichen Dienst in mehreren Ländern Europas und sind so über die Maiszünslerflüge informiert.

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Fragen zum Ausbringungstermin in Ihrer Region haben.

Einen Bericht über die Monitoringsituation in 2013 von den Diplomagraringenieuren des LTZ Augustenberg F.-J. Kansy und K. Dannemann, der auch einen Ausblick auf das Jahr 2014 enthält, finden Sie hier. Von den gleichen Autoren finden Sie hier auch einen interessanten Rückblick auf die Ausbringungstermine von 1998 bis 2013.

Was kann ich biologisch gegen den Maiszünsler tun?

Neben einer biologischen Bekämpfung der Maiszünsler mit Schlupfwespen ist die Feldhygiene besonders wichtig. Eine ausreichende Zerkleinerung der Maisstängel und des Maisstrohs sowie dessen Einarbeitung in den Oberboden ist die Voraussetzung dafür, dass die Pflanzenreste schnell verrotten und dass keine Larven in den Stängeln überwintern können, die im Folgejahr zu einer Neuinfektion beitragen.

Allerdings berichtet das Deutsche Milchkontor (DMK) aus neuesten Beobachtungen, dass das Aufbrechen des Maisstängels oberhalb des ersten Internodiums mit entsprechenden Bodenbearbeitungsgeräten entgegen bisheriger Annahmen nicht ausreichend ist. Beim Praktikertag zeigten Boniturergebnisse auf einer stark befallenen Fläche, dass sich knapp 30 Prozent der Zünslerlarven zwischen der Wurzel und dem ersten Internodium aufhalten. Mit den derzeit auf dem Markt befindlichen Geräten kann dieser Teil der Pflanze nur teilweise erfasst werden. Andere technische Lösungen sind daher zwingend erforderlich, um dem Schädling wirksam zu Leibe rücken zu können. Hier können Sie dazu interessante Versuchsergebnisse aus Hessen, die beim Praktikertag vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) gezeigt wurden, anschauen.

Warum rät BIOCARE vom Einsatz von BT-Mais ab?

Bacillus thuringiensis (BT) ist ein Fraßgift für die Maiszünslerlarve. Da alle Teile der BT-Maispflanze BT enthalten, nehmen alle Maiszünslerlarven dieses Fraßgift zwangsläufig auf. Das ist natürlich gut, wenn es zum Tod der Larve führt, kann aber problematisch werden, wenn die konstante Präsenz des Fraßgiftes zu Resistenzen führt. Maiszünsler-Individuen, die eine Resistenz gegen BT entwickelt haben, können sich dann ausschließlich weiter vermehren und verbreiten, so dass die Gefahr besteht, dass BT seine Wirksamkeit völlig verliert, was langfristig den Verlust eines guten biologischen Mittels bedeuten würde. Beim Nützlingseinsatz kann eine solche Resistenz nicht entstehen. Gegen die Parasitierung kann der Maiszünsler keine Resistenzen aufbauen und somit wird dieses Mittel seine Wirksamkeit nie verlieren.

BT ist für alle anderen Insekten ebenso giftig wie für den Maiszünsler. Schweizer Wissenschaftler haben von BT vergiftete Raupen an Florfliegen verfüttert, woraufhin die Florfliegen starben. Der BT-Mais tötet also nicht nur seine Schädlinge, sondern auch deren Gegenspieler.

Außerdem sei erwähnt, dass die Produktion von BT der Pflanze auch Energie in Form von Assimilaten kostet – und damit natürlich Ertrag! Greifen Sie also lieber zu einer der vielen herkömmlichen Sorten, die durch Ertragsreichtum und Angepasstheit an Ihre Bodenverhältnisse und speziellen Nutzungswünsche brilliert und schützen Sie diese mit TRICHOSAFE®. Das entspricht den Wünschen der Kunden und ist nachhaltiger und wirtschaftlicher!

Was ist beim Betrieb der Lichtfallen zu beachten?

1. Der richtige Standort für die Falle.

2. Die richtige Auswertung der Fänge.

Zu 1:

Der richtige Standort für eine Lichtfalle liegt zwischen Feld und Randvegetation (Gehölze, Wiesen, Wald, etc.)

Da die Maiszünsler in der Regel nur zur Eiablage in den Mais fliegen und sich sonst lieber in geschützteren Mikroklimas z.B. Gras aufhalten, muss die Lichtfalle so stehen, dass sie die Falter auf ihrer Flugroute abfangen kann.

Zu 2:

Männchen und Weibchen des Maiszünslers können leicht unterschieden werden. Für die Bestimmung des Ausbringtermins sind die Anzahl gefangener Weibchen wichtig. Steigt die Zahl an und die Eiablage beginnt, ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung der TRICHOSAFE-Produkte. Hier gilt: Lieber zu früh als zu spät.

Die unten stehenden Bilder zeigen die Unterschiede der Geschlechter. Die einzelnen Tiere können in Farbe und Form geringfügig variieren.

Systematik:

Klasse:               Insekten (Insecta)

Ordnung:          Schmetterlinge (Lepidoptera)

Familie:             Crambidae

Unterfamilie:   Pyraustinae

Gattung:           Ostrinia

Art:                    Maiszünsler

Informationsquellen:

http://www.biosicherheit.de/mediathek/491.maiszuensler-entwicklungszyklus.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Maisz%C3%BCnsler

http://www.schaedlingskunde.de/Steckbriefe/htm_Seiten/Maiszuensler-Ostrinia-nubilalis.htm

http://tierdoku.de/index.php?title=Maisz%C3%BCnsler

Was passiert mit Trichogramma nach der Maiszünsler Bekämpfung?

Wenn Trichogramma keine Wirtseier mehr finden, sterben sie. Daher ist im nächsten Jahr eine erneute Freilassung notwendig. Trichogramma können auf dem Feld nicht überwintern.

Häufige Fragen zur TRICHOSAFE® Kugel

Woher weiß ich, welche Dosierung ich wählen soll?

Bei der Anwendung von TRICHOSAFE® handelt es sich um eine Massenfreilassung von Nützlingen. Es werden also sehr große Mengen an Schlupfwespen ausgebracht, zwischen 110.000 und 220.000 Tiere pro Hektar.

Bei niedrigem Befall in Silomais ist eine einmalige Ausbringung von 220.000 Tieren/ha ausreichend (1 × 30 TRICHOSAFE®-Anhänger pro Hektar).

Bei etwas höherem Befall – besonders, wenn es sich um Körnermais handelt – empfiehlt sich die Aufteilung der Menge auf 2 Termine im Abstand von 14 Tagen, um den Schutz so lange wie möglich auszudehnen. Das sind entweder 2 × 50 TRICHOSAFE®-Anhänger oder 2 × 100 TRICHOSAFE®-Kugeln pro Hektar.

Befinden sich Ihre Flächen in einem Gebiet, wo die bivoltine Rasse vorkommt, so bekämpfen Sie 3-malig mit TRICHOSAFE® mit höheren Aufwandmengen. Wenn Sie sich unsicher sind, welches Produkt für Sie das richtige ist, so nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gern!

Was muss bei der Ausbringung von Kugeln beachtet werden?

Folgende Dinge müssen beachtet werden:

  • Material vor Hitze schützen
  • Material vor Nässe schützen
  • Material nicht (Zigaretten-)Rauch oder chemischen Dämpfen aussetzen (auch CO2)
  • Kugeln nicht quetschen

Wie können TRICHOSAFE®-Kugeln ausgebracht werden?

TRICHOSAFE®-Kugeln können wie folgt ausgebracht werden:

  • per Handapplikation
  • mechanisch mithilfe des von BIOCARE entwickelten Kugelwerfers
  • per Luftappliaktion mittels eines Flugroboters (Drohne), eines Ultraleichtflugzeugs oder eines Helikopters.

Darf TRICHOSAFE® auch im ökologischen Landbau eingesetzt werden?

Ja! TRICHOSAFE® ist in der Betriebsmittelliste des „Forschungsinstitut für biologischen Landbau“ (FiBL) gelistet und kann bedenkenlos angewendet werden. Da es sich bei der Wirksubstanz ausschließlich um Insekten handelt, gibt es weder Sicherheitsvorkehrungen für die anwendende Person noch irgendwelche Wartezeiten.

Häufige Fragen zum TRICHOSAFE® Anhänger

Woher weiß ich, welche Dosierung ich wählen soll?

Bei der Anwendung von TRICHOSAFE® handelt es sich um eine Massenfreilassung von Nützlingen. Es werden also sehr große Mengen an Schlupfwespen ausgebracht, zwischen 110.000 und 220.000 Tiere pro Hektar.

Bei niedrigem Befall in Silomais ist eine einmalige Ausbringung von 220.000 Tieren/ha ausreichend (1 × 30 TRICHOSAFE®-Anhänger pro Hektar).

Bei etwas höherem Befall – besonders, wenn es sich um Körnermais handelt – empfiehlt sich die Aufteilung der Menge auf 2 Termine im Abstand von 14 Tagen, um den Schutz so lange wie möglich auszudehnen. Das sind entweder 2 × 50 TRICHOSAFE®-Anhänger oder 2 × 100 TRICHOSAFE®-Kugeln pro Hektar.

Befinden sich Ihre Flächen in einem Gebiet, wo die bivoltine Rasse vorkommt, so bekämpfen Sie 3-malig mit TRICHOSAFE® mit höheren Aufwandmengen. Wenn Sie sich unsicher sind, welches Produkt für Sie das richtige ist, so nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gern!

Wie können TRICHOSAFE® Anhänger ausgebracht werden?

Die Ausbringung der TRICHOSAFE® Anhänger erfolgt als Handapplikation. Dabei werden die Anhänger in vorgegebenem Abstand auf dem Feld über die Blattachseln der Maispflanze gestreift.

Darf TRICHOSAFE® auch im ökologischen Landbau eingesetzt werden?

Ja! TRICHOSAFE® ist in der Betriebsmittelliste des „Forschungsinstitut für biologischen Landbau“ (FiBL) gelistet und kann bedenkenlos angewendet werden. Da es sich bei der Wirksubstanz ausschließlich um Insekten handelt, gibt es weder Sicherheitsvorkehrungen für die anwendende Person noch irgendwelche Wartezeiten.

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